
Goldener Reis-Tahdig mit Safran: ein knuspriger Boden, lockere Körner und eine Kruste zum Teilen.
Tahdig – das goldene Stück, auf das alle warten
Über persischen Reis, Safranduft und die Kunst, den Topfboden zum Höhepunkt des Essens zu machen
Zuerst kommt der Duft von Safran. Dann das Geräusch, wenn der Löffel die knusprige Kruste durchbricht. Tahdig ist die heiß ersehnte unterste Schicht im persischen Reistopf – ein Handwerk, bei dem lockerer Reis und goldener Knusper zugleich entstehen. Wir folgen den Reiskörnern von den Anbaugebieten am Kaspischen Meer bis zur Nowruz-Tafel und kochen Safranreis und kräutergrünen Sabzi polo.
Mit RezeptInjera und Doro wat – Äthiopiens gemeinsame Tafel
Auf weicher Injera treffen die Schärfe der Berbere, die Würze der Butter und Zwiebeln aufeinander, die Zeit bekommen haben. Doro wat ist ein Festessen mit tiefen Wurzeln in Äthiopien – doch die Geschichte des gemeinsamen Tellers erzählt auch von der pflanzlichen Fastenküche, liebevoll gereichten Bissen und der Kunst, ein winziges Getreide zum Blubbern zu bringen.
Mit RezeptTopkapıs Küchen – Macht, Reis und tausend Schichten
Unter den hohen Schornsteinen des Topkapı-Palasts wurden Zutaten aus einem weitläufigen Reich zu Mahlzeiten, die nicht nur sättigten, sondern auch Rang und Stellung sichtbar machten. Wir folgen dem Essen vom Küchenfeuer zu den gedeckten Tafeln des Hofes und den Baklava-Tabletts im Ramadan – und kochen imam bayıldı, ein Gericht, dessen Ruhm besser belegt ist als die Geschichte vom ohnmächtigen Imam.
Mit RezeptJollof – Westafrikas ganzer Stolz aus Reis
Roter Reis, würziger Pfefferduft und ein Topf, der für noch ein paar Gäste reicht. Jollof verbindet Westafrika ebenso selbstverständlich, wie es freundschaftlichen Streit darüber entfacht, wer es am besten kocht. Wir folgen der umstrittenen Geschichte des Gerichts, lernen nigerianisches Party-Jollof kennen und bereiten eine großzügige Platte mit süß gebratenen Kochbananen zu.
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Weitere Reportagen
Mit RezeptKimchi – Koreas lebendige Vorratskammer
Knackig, säuerlich und voller Geschmack. Kimchi ist zugleich Konservierungswissen und Alltagsessen, Gemeinschaftsarbeit und eine höchst persönliche Geschmacksfrage. Wir begleiten den Kohl durch das Salzen, Würzen und Fermentieren – und bereiten sowohl Baechu-Kimchi als auch Kimchi-Jjigae in einer schwedischen Küche zu Hause zu.
Mit RezeptPekingente – der knusprige Vogel der Kaiser
Die Größe der Pekingente liegt in ihren Kontrasten: dünne, knusprige Haut, saftiges Fleisch und ein weicher Pfannkuchen mit frischer Frühlingszwiebel und süßer Bohnensauce. Doch hinter der berühmten Art des Servierens steht nicht eine einzige lückenlose Kaiserlegende, sondern eine Geschichte von verlegten Hauptstädten, konkurrierenden Öfen und meisterhaften Köchen.
Mit RezeptRendang – das Geduldsgericht der Minangkabau
Zunächst köchelt das Fleisch in einer duftenden Kokosbrühe. Dann verdampft die Flüssigkeit, das Öl tritt hervor und die Gewürze werden zu einer dunklen, dichten, fast karamellisierten Hülle. Rendang ist das große Geduldsstück der Minangkabau – ein Gericht für Festtage, Gastfreundschaft und Menschen unterwegs.
Mit RezeptPho – Hanois Morgensuppe
In Hanoi beginnt der Tag gern mit einer Schale phở bò. Hinter der scheinbar schlichten Rindfleischsuppe stecken geröstete Gewürze, geduldiges Köcheln und ein Jahrhundert voller Wanderungsbewegungen. Wir folgen der Pho von ihren umstrittenen Ursprüngen in Nordvietnam bis zu den heutigen Nudelständen – und kochen zu Hause eine nordvietnamesisch inspirierte Variante.
Mit RezeptAfternoon tea – Englands vierte Stunde
Die Gurke sollte dünn geschnitten sein, die Scones noch lauwarm und der Tee kräftig genug, um der Sahne etwas entgegenzusetzen. Doch hinter Afternoon tea steckt mehr als Porzellan und kleines Gebäck: Handel, Empire, Klassenunterschiede und eine Herzogin, deren Rolle in der Erzählung größer geworden ist, als die Quellen sicher belegen.
Mit RezeptPaella valenciana – ein Fest des Reises an der Albufera
An der Albufera südlich von Valencia hat der Reis sowohl die Landschaft als auch die Mahlzeiten geprägt. Hier bedeutet Paella vor allem Hähnchen, Kaninchen, grüne Bohnen und garrofó – zubereitet in einer weiten Pfanne, in der die Brühe verschwindet und der Geschmack bleibt. Wir begleiten das Gericht vom Arbeitsalltag auf den Reisfeldern bis an die heutigen Sonntagstische und bereiten es mit den Möglichkeiten schwedischer Küchen zu.
